Bahnen & Technik

Bombardier will an die Börse

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Der Bombardier-Konzern plant, einen Minderheitsanteil seiner Sparte Transportation in Frankfurt/Main an die Börse zu bringen. Spekulationen über einen Zusammenschluss mit Siemens dementieren beide Konzerne.

Der Börsengang ist für das vierte Quartal dieses Jahres geplant, sagte der President und Chief Operating Officer von Bombardier Transportation, Lutz Bertling, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Voraussetzung sei, dass das Marktumfeld stimme. Damit dürfte eine Beteiligung von Siemens am Bombardier-Transportgeschäft vom Tisch sein, über die jüngst spekuliert wurde. Gleichwohl bestätigten beide Unternehmen, dass es jüngst ein Treffen des Siemens-Vorstandsvorsitzenden Joe Kaeser mit dem CEO von Bombardier, Pierre Beaudoin, gegeben hat. Über den Inhalt des Gesprächs wurde nichts bekannt. Bei einem Börsengang will Bombardier eine deutliche Mehrheit der Zugsparte behalten. Laut Bertling plant der Konzern, sich mit dem Erlös unter anderem „aktiv an der erwarteten Konsolidierung der Branche zu beteiligen“.
Seit der jüngst erfolgten Fusion der beiden chinesischen Hersteller CSR und CNR (NaNa berichteten mehrmals) ist Bewegung in der Branche. Der entstandene Großkonzern CRRC ist viermal so groß wie das Bahngeschäft von Siemens und Alstom zusammen. Die Deutsche Bahn hat bereits erklärt, man könne sich den Kauf von Zügen und Ersatzteilen in China vorstellen. Offenbar scheint dies mehr als eine Taktik zu sein, um die angestammten Lieferanten Siemens, Bombardier und Alstom unter Druck zu setzen. (mab)