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Auch DB bringt Ausschreibung eigenwirtschaftlich zu Fall

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Nicht nur In St. Wendel, auch im Kaiserslauterner Umland entfällt der Wettbewerb und wird weiter eigenwirtschaftlich gefahren. Allerdings weniger. Während die Aufgabenträger aus Kostengründen dafür votierten, bemängelte der VRN die Unterschreitung von Standards. Außerdem vermisst er die nach dem PBefG geforderte „verbindliche Zusicherung“.

Der Wettbewerb im Linienbündel „Kaiserslautern-Nord“ fällt aus. Altbetreiber DB Saar-Pfalz-Bus (SPB) hat die Leistungen ab dem 15. August 2015 abermals eigenwirtschaftlich beantragt – und ist dabei teilweise unter das heutige Angebot gegangen. Etliche dieser Linien auf den Schülerverkehr ausgerichtet, nicht wenige davon verbinden das Oberzentrum Kaiserslautern mit seinem Umland.
Die Aufgabenträger in der Pfalz haben in den letzten Wettbewerbsverfahren des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) drei unerwartete Erfahrungen gemacht:
• Die Kosten lagen vielfach deutlich über ihren Erwartungen.
• Die zur Gegenfinanzierung erhofften Fahrgaststeigerungen sind nicht in diesem Maße eingetreten.
• Und Betreiberwechsel führen zu Problemen, die sich mitunter über Monate hinziehen.
Heute bezuschusst der Kreis Kaiserslautern das Teilnetz „Kaiserlautern-Nord“ mit jährlich etwa 400.000 EUR. Die mitbedienten Aufgabenträger Donnersbergkreis (Kirchheim-Bolanden), Kreis Kusel und Stadt Kaiserlautern beteiligen sich nicht an der Finanzierung.
SPB hat den alten Fahrplan in Abstimmung mit den Aufgabenträgern punktuell verbessert, an anderer Stelle aber auch dem geringen Bedarf angepasst. So werden künftig beispielsweise Fahrten in Otterbach beendet, ohne direkten Umstieg auf die Lautertalbahn nach Kaiserlautern. Vielfach wurden alternative Bedienformen in die Fahrpläne eingearbeitet. Dadurch sah SPB die Möglichkeit, das Teilnetz künftig ohne Zuschuss zu bedienen.

Mehr zu dem Thema finden Abonnenten von ÖPNV aktuell in Ausgabe 19/14.