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Neue Avanza-Eigentümer wollen Löhne kürzen

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Auch im Jahr 2015 setzt sich der Streit zwischen den Tarifparteien beim spanischen Buskonzern Avanza fort. Seit Monaten fordert die Geschäftsführung der Fernbussparte Auto-Res ein neues Arbeitszeitregime sowie Entgeltkürzungen.

Die Gewerkschaften CCOO und UGT haben für ihre Mitglieder Einkommenseinbußen von 30 bis 40 % errechnet. Sie warnen zudem vor Gefahren für die Kunden und Beschäftigten: „Die Sicherheit im Straßenverkehr hängt ganz entscheidend von den Arbeitsbedingungen ab.“
CCOO und UGT werfen den neuen Avanza-Eigentümern vor, mit falschen Daten sowie rein wirtschaftlich zu argumentieren. Avanza, wirtschaftlich angeschlagen, wechselte am 22. August 2013 vom britischen Fonds Doughty Hanson zur mexikanischen Grupo ADO.
Bereits zweimal haben die Gewerkschaften bei Auto-Res zum Streik aufgefordert. Zwischen Ende Oktober und Anfang Dezember sollten die Busse an vier einzelnen Tagen stehen. Als dies nicht fruchtete, folgte eine viertägige, durchgehende Arbeitsniederlegung kurz vor Weihnachten. Dieser Streik wurde jedoch kurzfristig abgeblasen.

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