Politik & Recht

Verbund Berlin-Brandenburg stellt Gutachten zum ÖPNV 2030 vor

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Die von den Ländern Berlin und Brandenburg in Auftrag gegebene Untersuchung „ÖPNV-Konzept 2030“ zu Angebot und Kapazitäten entlang der Schienenverkehrskorridore im Berliner Stadt-Umland-Zusammenhang und im Land Brandenburg ist abgeschlossen.

Die Ergebnisse der verkehrsplanerischen Fachstudien hat der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) nun veröffentlicht. In einem ersten Teilprojekt wurden zunächst Struktur- und Nachfragedaten ermittelt. Aufbauend darauf wurden in betrieblich-analytischen Teilprojekten Angebots- und Fahrplankonzepte entwickelt und ihre verkehrliche Wirkung bewertet. Enthalten sind unter anderem detaillierte Angaben zu Nachfrageprognosen, auf deren Basis die zukünftigen Angebote für den Nahverkehr vom Fahrplan bis zur passenden Zuggarnitur festgelegt werden.

Regine Günther (parteilos), Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin: „Berlin ist eine wachsende Metropole und die Verflichtung mit dem Umland nimmt zu. Die Zahl der Menschen, die zu ihrem Arbeitsplatz pendeln, steigt stetig an. In der Metropolregion Berlin-Brandenburg sollen möglichst viele dieser Pendler komfortabel und zuverlässig mit öffntlichen Verkehrsmitteln zu ihrem Arbeitsplatz fahren.“ Dafür seien Investitionen in die Infrastruktur wie Schienen, Bahnhöfe und Züge nötig. Die Korridoruntersuchung zeige, wo der Handlungsbedarf am größten ist. Kathrin Schneider (SPD), Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Die Korridoruntersuchung ist die Grundlage für den neuen Landesnahverkehrsplan, in dem wir festlegen, wie sich der Bahnverkehr in den kommenden Jahren entwickeln soll. Im Einklang mit der Strategie Stadtentwicklung und dem neuen Landesentwicklungsplan werden wir auf den wachsenden Pendlerverkehr reagieren. Dazu werden Entscheidungen für künftige Ausbauprojekte und die Verbesserung von bestehenden Angeboten getroffen.“ Der Entwurf für den Landesnahverkehrsplan soll Ende Oktober vorgestellt werden. Susanne Henckel, Geschäftsführerin des VBB: „Aufbauend auf den Ergebnissen der Korridoruntersuchung haben wir jetzt belastbare Grundlagen, um weitere Planungen für den dringend notwendigen Aus- und Weiterbau der Infrastruktur in Berlin und Brandenburg anzustoßen.“

Eckpunkte der Korridoruntersuchungen wurden bereits in Workshops mit den Kommunen und Landkreisen sowie bei den Regionaldialogen des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung und auf dem Nahverkehrsforum Berlin der Öffntlichkeit vorgestellt. Die Ergebnisse sind die Grundlage für die Erarbeitung des Landesnahverkehrsplans in Brandenburg, des Nahverkehrsplans Berlin und für die anstehenden wettbewerblichen Vergabeverfahren im Schienenpersonennahverkehr der beiden Länder. (FM/NaNa)