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Bald ein neuer Mitspieler auf dem deutschen ÖPNV-Markt?

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Medien aus Österreich und Südtirol berichten von einer geplanten Wettbewerbsallianz zwischen ÖBB Postbus und dem Südtiroler Autobusdienst (SAD), die sich auch auf den deutschen Markt richten soll. Nun sickert auch noch durch, dass die SAD den viel größeren Postbusses übernehmen will.

Südtirol gilt in deutschen Branchenkreisen als ein Paradebeispiel einer angebotsorientierten, ökologisch motivierten Nahverkehrspolitik. Der Südtiroler Autobusdienst – inzwischen firmiert er als SAD Nahverkehr AG – hat enorm davon profitiert, dass das Land in einen Verkehrsverbund investiert hat, die Wiederinbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Meran-Mals vorantrieb, 2006 den Südtiroltakt und 2012 den Südtirol-Pass einführte.

Inzwischen arbeiten mehr als 500 Menschen für die SAD Nahverkehr. Parallel reduzierte das Land seine Kapitalbeteiligung auf 11 %, konzentriert sich seitdem auf die Infrastruktur, wofür die Südtiroler Transportstrukturen (STA) gebildet wurde. Bei SAD regieren deshalb seit 1987 die privaten Gesellschafter. Meistens handelt es sich dabei um Busunternehmer, die Anteile allein oder über die Südtiroler Verkehrsservice (SVS) gebündelt halten.

Eines dieser Busunternehmen ist Gatterer aus Pfalzen im Pustertal. Der 1975 geborene Ingomar Gatterer war hier Geschäftsführer, inzwischen führt er auch die SAD. Und dort schmiedet er an einer Allianz mit ÖBB Postbus. Das melden jedenfalls Medien aus Österreich und Südtirol. Denn nach der von der EU-Verordnung 1370/07 bestimmten Übergangsfrist verfallen die derzeitig gültigen Konzessionen für die Südtiroler Buslinien Ende 2018. (msa/NaNa Brief)

Den gesamten Beitrag lesen Abonnenten im NaNa Brief 45/17 vom 07.11.2017.