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RMV baut weiter differenzierte Tarifstruktur auf

Damit soll der Stadtverkehr vom Regionalverkehr entkoppelt werden, um größere Gestaltungsmöglichkeiten bei den Preisen zu erhalten. In einem weiteren Schritt, so RMV-Geschäftsführer Knut Ringat, würden Entfernungstarife entwickelt. Voraussichtlich wird es diese stadt- und landkreisübergreifenden Tarife ab Fahrplanwechsel 2013/2014 geben. 
Augenblicklich deckt eine Zone im RMV statistisch 234 km² ab, ein Vielfaches der Geltungsreichweite in anderen Verbünden (beispielsweise VGN: 41, VRR: 103, VVS: 66). Mit der veränderten Tarifstruktur soll eine marktgenauere Ausgestaltung der Tarife möglich werden.
Die jüngste umfangreiche Fahrgastdatenerhebung, deren Ergebnisse seit Ende 2011 vorliegen, hat gezeigt, dass sich die Fahrgastströme im RMV seit der letzten Großerhebung 2004 erheblich gewandelt haben. Nicht unerwartet haben die Binnenverkehre in Frankfurts Umland zugenommen – nach RMV-Fahrgastdatenauswertung bilden dabei Rheingau-Taunuskreis, Hochtaunuskreis, Wetteraukreis, Main-Kinzig-Kreis, der Kreis Offenbach sowie Darmstadt, Groß-Gerau und Mainz die Grenze der positiven Binnennachfrageentwicklung. Außerhalb dieses Ringes geht die Nachfrage zurück – positive Ausnahme ist Gießen. Auch Hanau nimmt eine Sonderstellung ein. Obwohl weit näher an Frankfurt als beispielsweise der Main-Kinzig-Kreis, haben hier sowohl Binnenverkehr als auch Quell-Ziel-Verkehr abgenommen.  Die Auswirkungen dieser veränderten Fahrgastströme auf die Einkommensaufteilung wird Bestandteil der RMV-Aufsichtsratssitzung im Juni sein, kündigte RMV-Geschäftsführer Klaus-Peter Güttler an. Die Fahrgast­erhebung zeigte auch, dass S-Bahn und Regionalbahn jeweils ein Drittel der Fahrgäste im RMV-Gebiet transportieren, alle anderen Verkehrsformen wie Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen das letzte Drittel.

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Artikel Redaktion Bus&Bahn
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