Braunschweig will längeres Stadtbahnnetz

Die Stadtverwaltung Braunschweig hat vor rund 500 Bürgern ihre Pläne für den Ausbau des Stadtbahnnetzes präsentiert.

Die Stadt wird bis 2030 um rund 20.000 Einwohner anwachsen. Entsprechend wird der Bedarf nach Mobilität steigen. Daher soll das Stadtbahnnetz mithilfe von Bundes- und Landesmitteln bis 2030 von derzeit 39,6 auf rund 57 km erweitert werden. Die Kosten werden auf etwa 200 Mio Euro veranschlagt. Ziel sei es, schnellere Verbindungen und dichtere Takte zu schaffn, um so die Fahrgastzahl von derzeit 41 auf 50 Mio pro Jahr zu steigern. Die Voruntersuchungen sind abgeschlossen und haben nach einer Abwägung gegenüber dem Ausbau des Busnetzes eine Erweiterung des Stadtbahnnetzes als volkswirtschaftlich lohnendste Variante ergeben.

Das Ausbaukonzept mit dem Titel „Stadt.Bahn.Plus. – Bringt Braunschweig weiter!“ zeigt auf, wie schrittweise die vorgeschlagenen Neubaustrecken realisiert werden können. Danach könnte als erste Stufe ab 2020 eine 1,2 km lange Verlängerung nach Volkmarode Nord gebaut werden. Sie hätte bei geschätzten Baukosten von rund 17 Mio Euro, einen Nutzen-Kosten-Faktor von 1,3. Anschließend soll eine Verlängerung Krematorium-Rautheim (3,4  km, Baukosten 31,4 Mio Euro, Faktor 1,4) folgen. Die Stufe 2 umfasst eine 3,4  km lange Strecke vom Hauptbahnhof nach Heidberg über Salzdahlumer Straße (39 Mio Euro) und die 4 km lange sogenannte „Campusbahn“ (Heizkraftwerk–Querum) für 41,4 Mio Euro. Zusammen wurden beide Projekte mit 1,6 bewertet.

In Stufe 3 wären eine zirka 800 m lange westliche Innenstadtstrecke für rund 10 Mio Euro (Bewertung je nach Variante 1,2 oder 1,3) und eine Stadtbahn nach Lehndorf-Kanzlerfeld (5,1 km für 50,2 Mio Euro mit einem Faktor von 1,4) enthalten.

Das Land habe bereits seine Bereitschaft signalisiert, das Projekt positiv zu begleiten. Der Stadtrat soll das Konzept grundsätzlich am 21. Februar beschließen. Im Anschluss ist eine Bürgerbeteiligung zur Erarbeitung der Vorzugsvarianten vorgesehen. Im Herbst 2018 könnte dann ein erstes Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden. (FM/NaNa)

Politik & Recht
Artikel Redaktion Bus&Bahn
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