Bayerische Bahnen etwas unpünktlicher

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat für das Berichtsjahr 2018 die Pünktlichkeitsstatistik vorgelegt. Bayernweit lag die Pünktlichkeitsquote der Regionalzüge und S-Bahnen bei 92,7 Prozent.

Damit wurde der Wert von 92,8  Prozent aus dem Jahr 2017 knapp verfehlt. Als pünktlich gewertet werden alle Züge, die weniger als sechs Minuten Verspätung haben. Grundsätzlich liegt die Betriebsführung – und somit auch die Pünktlichkeit – laut BEG zwar im Verantwortungsbereich der jeweiligen Verkehrsunternehmen. Die Pünktlichkeit werde jedoch auch von externen Faktoren beeinflusst. Bayernweit haben sich, wie in den Vorjahren, vor allem Infrastrukturstörungen und ein nach wie vor hohes Bauvolumen auf die Zuverlässigkeit der Regional- und S-Bahnen ausgewirkt. Zusätzlich lösten auch die zum Teil erheblich verspäteten Fernverkehrszüge maßgebliche Zugfolgeverspätungen aus.

Die Pünktlichkeitswerte der einzelnen Netze lassen sich nur bedingt miteinander vergleichen, stellt die BEG fest. So werden beispielsweise bei der Bayerischen Zugspitzbahn (Pünktlichkeitsquote 2018: 98,5 Prozent), beim Kissinger Stern (96,8 Prozent) und bei der Berchtesgadener Land Bahn (95,6 Prozent) erfahrungsgemäß sehr gute Quoten erzielt. Die Netze weisen keinen oder nur wenig Mischverkehr auf, waren im Berichtsjahr kaum von Bauarbeiten betroffen und schneiden demnach auch bei der Pünktlichkeit sehr gut ab.

Netze, in denen eine hohe Dichte an parallel verkehrenden Fern-, Regional- und Güterzügen herrscht, verzeichnen dagegen schlechtere Pünktlichkeitswerte. Dazu zählen auch die drei Schlusslichter in der Pünktlichkeitsstatistik: Die Netze Alex Nord (Pünktlichkeitsquote: 75,8 Prozent), Main-Spessart-Express (83,2) und Alex Süd (87,5). In den drei Netzen gab es eine Reihe von Baustellen, aber auch Probleme wie Fahrzeugstörungen. Insbesondere beim Netz Alex Süd verschärfte Personalmangel die Situation zusätzlich. Die Zugausfallquote hat sich leicht verbessert. Bei einem bestellten Gesamtvolumen von 124,6 Mio Zug-km sind im vergangenen Jahr 1,8 Prozent der bestellten Leistungen ausgefallen. 2017 lag die Ausfallquote bei 1,9 Prozent. (mab)

 

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Artikel Redaktion Bus&Bahn
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