Funkwerk mit starkem ersten Halbjahr

Der Funkwerk-Konzern verzeichnete im ersten Halbjahr 2021 deutliche Umsatz- und Ergebniszuwächse, wobei der Bereich Zugfunk im Inland spürbar von einem einmaligen Förderprojekt des Bundes profitierte.

Dieses unterstützt unter anderem die Verbesserung des Mobilfunk-Empfangs entlang der Schienenwege, wovon Funkwerk als einer der führenden Anbieter für störfeste Funkmodule partizipiert und zahlreiche Aufträge von unterschiedlichen Eisenbahnverkehrsunternehmen erhielt. Auch in den Geschäftsbereichen Reisendeninformation und Videosysteme nutzt das Unternehmen nach eigenen Worten konsequent bestehende Chancen, begleitet Veränderungen aktiv mit und ist mit seinem Leistungsportfolio vorbereitet auf unterschiedliche Szenarien.

Insgesamt erhöhte sich der Konzernumsatz im ersten Halbjahr gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 25,3 Prozent auf 58,0 Mio Euro (46,3 Mio Euro). Der Auftragseingang lag bis Ende Juni bei 63,4 Mio Euro (48,1 Mio Euro) und damit rund 32 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2021 belief sich auf 81,4 Mio Euro gegenüber 78,2 Mio Euro am Vorjahresstichtag (31. Dezember 2020: 75,7 Mio Euro). Durch den höheren Umsatz stieg auch das Betriebsergebnis (Ebit): Es verbesserte sich konzernweit von 7,5 Mio Euro auf 12,8 Mio. Euro, woraus sich eine Ebit-Marge von 22,0 Prozent (Vorjahr: 16,1 Prozent) errechnet. Nach Steuern wurde ein Periodenüberschuss in Höhe von 9,0 Mio Euro erzielt (5,7 Mio. Euro).

Im weiteren Jahresverlauf sieht sich Funkwerk vor dem Hintergrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie sowie weiteren Unsicherheitsfaktoren wie der unklaren gesamtwirtschaftlichen Konjunkturentwicklung und Branchenrisiken mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert. Dennoch rechnet der Vorstand im Gesamtjahr 2021 mit einem konzernweiten Umsatzanstieg auf ein Volumen in der Bandbreite von 115 Mio Euro bis 120 Mio Euro (2020: 98,8 Mio Euro). Dieser beruht vornehmlich auf den aus dem Förderprogramm der Bundesregierung resultierenden höheren Inlandsumsätzen im Bereich Zugfunk. Das Betriebsergebnis dürfte laut Unternehmen das Vorjahresniveau aufgrund des Umsatzzuwachses ebenfalls übertreffen (20,4 Mio Euro), wobei die Ebit-Marge aus derzeitiger Sicht mindestens stabil bleibe.

Da die Funkwerk AG am Produktionsstandort in Kölleda an ihre Kapazitätsgrenzen stößt, errichtet das Unternehmen auf dem firmeneigenen Grundstück derzeit eine zusätzliche Fertigungshalle sowie ein neues Verwaltungsgebäude. Derzeit sieht die Zeitplanung die Fertigstellung Ende 2022 vor. (baf)

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Artikel Redaktion Bus&Bahn
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