Ruhrbahn testet Wasserstoffbus

Stellten den Caetano-Wasserstoffbus vor der Camera Obscura in Mülheim vor (v. l.): Michael Feller, Mülheims Oberbürgermeister Marc Buchholz und Uwe Bonan; Foto: Ruhrbahn

Seit Anfang 2017 beschäftigt sich die Ruhrbahn mit Ideen zum Umstieg vom Dieselbussystem auf eine zukunftsorientierte und klimafreundlichere Antriebstechnologie.

Nach einem ersten Test im März 2021 in Essen, erprobte die Ruhrbahn nun für eine Woche einen Wasserstoffbus von Caetano Bus auf Zuverlässigkeit, Reichweite und technische Anforderungen im Mülheimer Bedienungsgebiet. Durch den geplanten Einstieg in die Wasserstofftechnologie sind bis 2024 grundlegende Anpassungen beim Verkehrsunternehmen nötig. Diese betreffen sowohl die Betriebshöfe im Allgemeinen als auch die Werkstatt- und Tankstelleninfrastruktur. Darüber hinaus ist ein Konzept zur Beschaffung von Wasserstoffbussen sowie zur Versorgung mit Wasserstoff erforderlich. „In drei Jahren werden wir den Betrieb unserer emissionsfreien Busflotte in Mülheim und Essen aufnehmen. Ende 2024 starten die ersten Wasserstoffbusse von unseren Betriebshöfen Rosendahl und Ruhrallee aus ihre Fahrten ins Bediengebiet der Ruhrbahn“, erklärte Michael Feller, Geschäftsführer der Ruhrbahn.

Der nun erfolgte Testeinsatz des Caetano-Busses sollte Eindrücke über Zuverlässigkeit, Reichweite und technische Anforderungen verschaffen. „Mit Blick auf den ambitionierten Zeitplan freuen wir uns, dass wir nach dem Test des Wasserstoffbusses von Solaris aktuell erneut die Möglichkeit haben, weitere Erfahrungen mit dem Einsatz dieser neuen Technologie sammeln zu können“, betonte Ruhrbahn-Geschäftsführer Uwe Bonan. Beim Caetano H2.CityGold kommt Brennstoffzellen- Technologie von Toyota zum Einsatz. Das 12 m lange Fahrzeug verfügt insgesamt über fünf Wasserstofftanks, die zusammen ein Fassungsvermögen von 37,5 kg haben. Damit kommt der Bus etwa 400 km weit.

Noch für 2021 ist der Start der Ausschreibung der Brennstoffzellenbusse geplant und ab 2024 sollen dann die ersten mit Wasserstoff angetriebenen Fahrzeuge, wie von Feller erläutert, durch das Bedienungsgebiet rollen. Die vollständige Umstellung auf einen emissionsfreien Fuhrpark ist nach dem derzeitigen Beschaffungsplan bis spätestens 2033 abgeschlossen, führte Bonan aus. Die Ruhrbahn wird in Mülheim und Essen bis 2033 nach Abzug von Fördermitteln circa 138 Mio Euro in Wasserstoffbusse sowie rund 5,2 Mio Euro in Infrastruktur investieren. (mab)

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Artikel Redaktion Bus&Bahn
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