Vossloh konnte 2016 Profiabilität bei sinkenden Umsätzen erhöhen

Bei leicht sinkenden Umsätzen konnte die Vossloh AG das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) auf 50,0 Mio (2015: 42,3 Mio) Euro verbessern. Die Umsätze fielen von 952,9 Mio Euro in 2015 auf aktuell 931,6 Mio Euro.

Damit stieg ebenfalls die Ebit-Marge um einen ganzen Prozentpunkt auf 5,4 Prozent und übertraf damit auch den zuletzt kommunizierten Preiskorridor von 4,5 bis 5,0 Prozent. Sämtliche Geschäftsbereiche konnten ihre Ebit-Margen im Vergleich zu 2015 verbessern. Der nicht mehr zum Kerngeschäft gehörende Geschäftsbereich Transportation konnte den Verlust weiter reduzieren. Die größere Profitabilität sei das Ergebnis der nachhaltigen Fokussierung auf margenstärkere Projekte und striktes Kostenmanagement.

In Folge der Barkapitalerhöhung im Juni 2016 stieg das Eigenkapital auf 550,8 Mio Euro, im Vorjahr lag dieser Wert erst bei 428,7 Mio Euro. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich entsprechend von 30,8 auf 40,3 Prozent. Die Nettofinanzschuld konnte stark von 218,6 Mio Euro zum Jahresende 2015 auf 83,9 Mio Euro zum Stichtag 2016 zurückgeführt werden.

Auf dem Weg zu einem reinen Bahninfrastrukturunternehmen kam Vossloh eigenen Angaben zufolge gut voran. So wurde der Verkauf des Geschäftsfelds Electrical Systems Ende Januar 2017 vollzogen. Umgekehrt hat Vossloh im Kerngeschäft mit der Akquisition des führenden Betonschwellenherstellers Nordamerikas, Rocla Concrete Tie, die Position im Fokusmarkt USA deutlich gestärkt.

Im Geschäftsbereich Transportation, der nicht mehr zum Kerngeschäft Vosslohs zählt und seit der Veräußerung von Electrical Systems nur noch aus den Aktivitäten von Vossloh Locomotives in Kiel besteht, konnte das Ebit von –7,8 Mio Euro in 2015 auf –5,2 Mio Euro verbessert werden.Die Umsätze lagen mit 109,3 Mio Euro ungefähr auf Vorjahresniveau, während der Auftragseingang sich wegen eines Großauftrags von 116,1 Mio auf 248,7 Mio Euro mehr als verdoppelte.

Für 2017 rechnet die Vossloh AG mit einer Umsatzsteigerung auf 1,0 bis 1,1 Mrd Euro. Ebit wie Ebit-Marge des Konzerns würden sich aus aktueller Sicht ebenfalls weiter verbessern können. (lk/NaNa)

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Artikel Redaktion Bus&Bahn
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