Unternehmen & Märkte

Für „Lümo“ von SL Lübeck und Clevershuttle gilt der SH-Tarif

·

Seit dem 17. Februar 2018 läuft das einjährige Pilotprojekt für einen ÖPNV-ergänzenden Sammeldienst. „Lümo“ ist räumlich wie zeitlich begrenzt. Der Preis beinhaltet einen metergenau berechneten Komfortzuschlag, der auf dem Lübecker Stadttarif aufsetzt (SH-Tarif, Preisstufe 2: EUR 2,60). Die Kooperation mit der Mediengruppe Madsack wird intensiver.

Vorhandene SH-Fahrscheine werden anerkannt, auch das Semesterticket. Der Komfortzuschlag fällt einmal pro Buchung an, also nicht pro Fahrgast. Wichtigste Zielgruppen sind Nachtschwärmer sowie Nachtarbeiter/Frühschichtler. Sie zahlen per App und Kreditkarte. „Wenn das Prinzip funktioniert, überlegen wir, den gesamten Nachtverkehr zu überarbeiten“, kündigte SL-Chef Andreas Ortz in den „Lübecker Nachrichten“ an. An Clevershuttle ist Daimler beteiligt, am Clevershuttle-Standort in Leipzig auch die Zeitungsgruppe Madsack, dort sogar mit Mehrheit.

Die „Lübecker Nachrichten“ gehören zu diesem Medienkonzern, die „Leipziger Volkszeitung“ auch und darüber hinaus weitere Blätter des sogenannten Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Dazu zählen unter anderem die beiden Madsack-Titel „HAZ“ und „Neue Presse“ am Stammsitz in Hannover, aber auch Tageszeitungen in Dresden, Göttingen, Potsdam, Rostock und Wolfsburg.

Clevershuttle ist außer in Lübeck und Leipzig bereits in Berlin, München und Hamburg aktiv. Den Standort Leipzig übergibt das Unternehmen eigenen Angaben zufolge „aktuell an unseren ersten Kooperationspartner, die Madsack-Mediengruppe“. „Gemeinsames Ziel“, erklärt der Leipziger Madsack-Manager Björn Steigert dazu, sei es, „das Franchisesystem weiter auszubauen.“ Öffentlich benennt Clevershuttle Frankfurt, Stuttgart und Dresden als nächste Expansionsziele. Außerdem sind zwei Pilotprojekte für Mobility-as-a-Service in Vorbereitung.

Diese überarbeitete Fassung vom 5.3. ersetzt die ursprüngliche Online-Meldung vom 2.3.2018. Darin war Madsack fälschlicherweise eine Mehrheit an Clevershuttle insgesamt zugeschrieben worden, außerdem eine Übernahme an den Frankfurter Blättern „FR“ und „FNP“ (bei denen jedoch die Ippen-Zeitungsgruppe eingestiegen ist). (msa/NaNa Brief)