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Smart Move: Mehr ÖPNV-Fahrten

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Um Mobilitätsalternativen zum Pkw im ländlichen Raum zu stärken, hatte die Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH (VRS) im Februar 2014 im Kreis Euskirchen in den Kommunen Kall, Hellenthal, Schleiden und Bad Münstereifel eine aktive ÖPNV-Beratung gestartet. Das Angebot im Rahmen des EU-Projekts „Smart Move“ ist nun beendet und zeigt positive Ergebnisse.

33 Prozent der nach Projektende Befragten kannten das Angebot des lokalen ÖPNV – zuvor waren es 19 Prozent. 90 Prozent der Interviewten fühlten sich besser informiert, 46 Prozent kennen nun – im Gegensatz zu vorherigen 19 Prozent – den Taxibus. Zwischen Januar 2015 und Januar 2016 wurden 15 Prozent mehr Fahrten mit diesem Verkehrsmittel unternommen. Kommunen ohne die aktiven Beratungen verzeichneten im selben Zeitraum dagegen einen Rückgang der Taxibusfahrten um zwei Prozent. 25 Prozent der Befragten ersetzten nach der Teilnahme an der Smart-Move-Kampagne pro Woche eine oder mehr Autofahrten durch die Nutzung des ÖPNV-Angebots.

Der VRS hatte zunächst den Informationsbedarf der Bürger zum ÖPNV erfragt. Auf Wunsch wurde anschließend individuell beraten und Infomedien wie Fahrpläne zur Verfügung gestellt. Zudem war der Verbund flankierend bei lokalen Veranstaltungen mit einem Informationsstand vertreten. Unterstützt wurde die Mobilitätsberatung durch 16 Bustrainings und sechs Mobilitätschecks in Zusammenarbeit mit der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK). Als weitere Maßnahme wurden für die vier Kommunen spezielle Karten mit allen relevanten Infos zum Nahverkehr erstellt.

Für den Kreis Euskirchen wird bis 2030 eine Zunahme von rund 50 Prozent des Anteils der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung erwartet. Diese Menschen, die häufig Angebote wie etwa den Taxi Bus Plus nicht kennen, sollen im Rahmen von Smart Move durch gezielte Information zu einem anderen Mobilitätsverhalten motiviert werden. (mab)