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HVV bilanziert und stellt Projekte vor

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770,5 Mio Fahrgäste in den Bussen, Bahnen und Fähren des Hamburger Verkehrsverbund (HVV) im Jahr 2016 bedeuten gegenüber 2015 einen Zuwachs um 2,6 Prozent beziehungsweise 19,5 Mio Passagiere.

Die Fahrgeldeinnahmen erhöhten sich um 4,7 Prozent beziehungsweise 36,5 Mio Euro auf 825,5 Mio Euro. Diese Entwicklung resultiert laut HVV hauptsächlich aus der überdurchschnittlich gestiegenen Nachfrage bei den Zeitkarten des Berufsverkehrs (+2,9 Prozent) und den Semestertickets (+4,0 Prozent).

Begonnen hat der Verbund mit der Einführung der HVV-Card. Sukzessive erhalten alle Abonnenten die neue elektronische Kundenkarte als Ersatz für die bisherige Kundenkarte mit Wertmarke. Auch alle anderen  Fahrgäste können kostenlos die HVV-Card bestellen, auf der je nach Bedarf eine Fahrkarte gespeichert werden kann. Auf alle mit der HVV-Card gekauften Einzel- und Tageskarten werden grundsätzlich drei Prozent Rabatt gewährt.

Noch in diesem Jahr soll das Projekt „Check-in/Be-out“ in den Testbetrieb gehen. Anschließend ist die Ausweitung auf den gesamten Verbund vorgesehen. Am Testbetrieb beteiligen sich sechs Verkehrsunternehmen und die Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Bei „Check-in/Beout“ erhalten die Kunden eine Kostengarantie: „Fahren Sie spontan so viel Sie wollen, teurer als die entsprechende Tageskarte wird es nie.“

Darüber hinaus plant der HVV eine Dispositionsplattform für flexible Angebote. Sie wird Fahrgastinformations-, Buchungs- und Abrechnungssysteme digital verknüpfen. Für die Umsetzung wurden in Hamburg das Gewerbegebiet Billbrook und der Hafen gewählt. Beide Areale hätten wegen ihrer stadträumlichen Gegebenheiten und ihrer Gewerbestruktur besondere Anforderungen an eine ÖPNV-Erschließung. Als Ergänzung zu bestehenden Linienverkehren wird dort ein flexibles Angebot eingerichtet und über die Plattform organisiert. (mab/NaNa)