Bahnen & Technik

Studie: Große Zukunft für digitale Assistenzsysteme

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Durch den Einsatz von Assistenzsystemen für Lokführer und Triebfahrzeugführer wird Bahnfahren günstiger und noch umweltfreundlicher. Das ist das Ergebnis einer von der Allianz pro Schiene vorgestellten und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Studie.

„Sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr auf der Schiene lassen sich mit Fahrerassistenzsystemen bis zu 15 Prozent des Energieverbrauchs einsparen und damit rund drei Prozent der Gesamtkosten“, erklärt Allianz-pro-Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege. Die Einführung von Energieeffizienz-Assistenzsystemen würde sich für die Bahnunternehmen bereits „nach zwei bis vier Jahren rechnen, da ab diesem Zeitpunkt die realisierten Einsparungen größer sind als die Anschaffungs- und Einführungskosten“. Dennoch setze aktuell nicht einmal jedes fünfte Bahnunternehmen Fahrerassistenzsysteme ein, stellt Flege fest: „Die jetzt vorliegende Studie zu Fahrerassistenzsystemen nimmt den Unternehmen die Unsicherheit über die wirtschaftliche Rentabilität und schafft erstmals einen Überblick über die angebotenen und eingesetzten Systeme.“ Die Studie „Fahr umweltbewusst! Energieverbrauch im Schienenverkehr durch den Einsatz von Fahrerassistenzsystemen reduzieren“ ist Teil eines von der DBU fachlich und mit 125.000 Euro geförderten Pilotprojekts.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium und Vorsitzende des Kuratoriums der DBU, Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), prophezeit den Energiespar-Assistenzsystemen „eine wesentlich größere Bedeutung“. Die nächste System-Generation werde in Echtzeit mit Infrastruktur und anderen Fahrzeugen kommunizieren und damit effizienter werden. Für das Erreichen der Klimaschutzziele seien die Systeme ein wichtiges Instrument. Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin: „Mit unserem Fahrerassistenzsystem FASSI haben wir die Grundlagen dafür geschaffen, weitere Entwicklungsschritte gehen zu können. Neben Hinweisen zum energiesparenden Fahren erhalten die Triebfahrzeugführer bereits heute eine aktuelle Übersicht aller relevanten Fahrplandaten.“ (mab/NaNa)