Infrastruktur

Berlin: Ehrgeizige Pläne für die Straßenbahn

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Die von SPD, Grünen und Linkspartei gebildete Berliner Senatskoalition will 250 km neue Straßenbahnstrecken bis zum Jahr 2050 bauen.

Ziel sei es, überlastete Buslinien durch Straßenbahnen zu ersetzen. Ausnahmen bilden die Kudamm-Linien M 19 und M 29 sowie die 100er- und 200er-Verbindungen, berichtet der Berliner „Tagesspiegel“. Ansonsten sollen stadtweit wieder Schienen gelegt werden: ins Märkische Viertel, zur Neubebauung des Flughafens Tegel, zum Flughafen Schönefeld/BER und durch Spandau bis ins Falkenhagener Feld. Den jüngst vorgestellten U-Bahnplänen widersprachen die Verkehrspolitiker der drei Parteien (NaNa 20/2018). Die Frage sei, ob man 250 km Straßenbahn oder 7 bis 8 km U-Bahn baue.

194 km lang ist das derzeitige Berliner Tramnetz. Der Koalitionsvertrag aus dem Jahr 2016 sieht ein Wachstum von 60 km vor. Mit den nun vorgestellten 250 km würden es in der Zukunft knapp 500 km sein. In der laufenden Legislaturperiode sollen Züge auf drei Strecken mit einer Gesamtlänge von 5,8 km rollen: Hauptbahnhof–Turmstraße, Adlershof–Schöneweide und Anbindung des Bahnhofs Ostkreuz. (mab/NaNa)