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MVV-Tarifreform wird umgesetzt

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Die Gesellschafterversammlung des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) hat die Umsetzung der Tarifreform beschlossen. Im nächsten Schritt werden nun die Zustimmung des Münchner Stadtrats sowie der Kreistage der Verbundlandkreise eingeholt.

Bei positivem Votum der Gremien tritt die Neuerung zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 in Kraft. Der künftige Tarif soll einfacher und klarer strukturiert sein, mit günstigeren Preisen für die Mehrheit der Haushalte und einem größeren Geltungsbereich bei vielen Tickets. Das Herzstück der Tarifreform ist die Vereinheitlichung auf sieben Tarifzonen und damit die Vereinfachung des gesamten Systems. Innerhalb der neuen Struktur finden Fahrgäste schneller das richtige Ticket, weil für das gesamte Sortiment die gleiche Logik gilt. Die Tarifgrenzen orientieren sich künftig zudem klarer an gewachsenen Siedlungsstrukturen, teilt der Verbund mit.

In den Monaten seit der jüngsten Beschlussfassung sei weiter intensiv an der neuen Tarifstruktur gearbeitet worden. Trotz aller Verbesserungen gebe es auch Ticketarten, die künftig teurer werden. Insgesamt seien Verteuerungen, die in der jüngsten Vorlage enthalten waren, abgeschwächt oder komplett beseitigt worden. Zum Ausgleich der zu erwartenden Mindereinnahmen stellen die MVV-Gesellschafter – Freistaat Bayern, Stadt München und Verbundlandkreise – rund 70 Mio Euro pro Jahr zur Verfügung.

Der Vorsitzende der MVV-Gesellschafterversammlung, Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), zeigt sich mit der nun gefundenen Lösung sehr zufrieden, "da sich der Freistaat Bayern jetzt in gleicher Höhe wie die Stadt München an den Kosten der Reform beteiligt." Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) fügt hinzu: "Es war uns ein Anliegen, dass die Reform mit unserer finanziellen Unterstützung so weiterentwickelt wird, dass der Großteil der MVV-Kunden von Preissenkungen oder jedenfalls gleichbleibenden Preisen profitiert." (mab/NaNa)