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Wachstum im ÖPV hält 2017 an

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Statistisches Bundesamt legt die Fahrgastzahlen in Bus und Bahn für das vergangene Jahr vor. Erstmals mehr als 11,5 Mrd Fahrgäste gezählt.

11,509 Mrd Fahrgäste nutzten die Angebote im Linienverkehr mit Bussen und Bahnen. Dies ist ein Anstieg um 1,1 Prozent. Das Wachstum erstreckt sich über alle Verkehrsträger – mit einer Ausnahme und in unterschiedlichem Maße. So profitieren vor allem die Eisenbahnen vom Fahrgastboom: Im Nahverkehr (SPNV) stieg die Zahl der Fahrgäste um 2,4  Prozent auf 2,692  Mrd, im Fernverkehr um 2,3  Prozent auf 142 Mio. Mit Straßenbahnen, worunter auch Stadt-, U- und Schwebebahnen zählen, fuhren 4,045 Mrd und damit 1,8 Prozent mehr als 2016. Das geringste Plus verzeichnen Busse im Nahverkehr, wo mit 5,324 Mrd nur 0,1 Prozent mehr Reisende gezählt wurden als 2016. Und der Fernbusverkehr verzeichnete das einzige Minus: 22,8 Mio bedeuten 0,8 Prozent weniger Fahrgäste als im Vorjahr.

Bei der Beförderungsleistung ergibt sich ein ähnliches Bild. Insgesamt stieg die Verkehrsleistung um 1,2 Prozent auf 154,812 Mrd Pkm. Im SPNV war das Plus aber mit 1,0 Prozent auf 54,811 Mrd Pkm schwächer als beim Verkehrsaufkommen. Im Fernverkehr auf der Schiene gab es einen Anstieg um 2,6 Prozent auf 40,427 Mrd. Im Eisenbahnverkehr wurde damit eine Verkehrsleistung von 95,238 Mrd Pkm erzielt und damit erstmals mehr als 95 Mrd Pkm. Die Eisenbahnen stehen damit für fast zwei Drittel der gesamten Verkehrsleistung im Linienverkehr. Straßen-, Stadt-, U- und Schwebebahnen erbrachten eine Leistung von 17,207 Mrd Pkm (+1,2 Prozent), Linienbusse im Nahverkehr 35,712 Mrd Pkm (+0,9 Prozent).

Das Statistische Bundesamt führt die stärkere Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel auf die höhere Zahl von Einwohnern, Erwerbstätigen, Schülern und Studenten zurück. Es hat zudem einen Vergleich mit 2004, dem ersten Jahr, für das vergleichbare Zahlen vorliegen, gezogen. Demnach ist zwischen 2004 und 2017 die Zahl der Fahrgäste um knapp 1,4 Mrd oder 14 Prozent gestiegen. Wobei die Zuwächse im SPNV mit 37,7 Prozent und bei Straßen-, Stadt- und U-Bahnen mit 20,3 Prozent besonders stark ausfielen. Demgegenüber gab es im Nahverkehr mit Bussen nur einen bescheidenen Anstieg von 1,3 Prozent. (lk/NaNa)